• © Wolfgang Weinhäupl
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Jahrhundertelange Traditionen und Bräuche

"Gmiatlich is!" Tradition hautnah erleben. Traditionen und Brauchtum sind in Österreich ein wesentlicher Bestandteil der Alltagskultur. Jahrhundertelange Traditionen und Bräuche haben einen hohen Stellenwert. 

Die Verbundenheit zu alten Traditionen macht das Leben in Österreich vielfältig und lebenswert. Die Lebendigkeit des österreichischen Brauchtums zeigt sich vor allem zu besonderen Anlässen, wie zu Ostern, 1. Mai, Almabtrieb oder zur Weihnachtszeit. Speziell in den ländlichen Gebieten kann man an den zum Teil jahrhundertealten Traditionen teilhaben. 

Die Winterzeit ist auch immer die Zeit der Feste und der Traditionen. Nikolaus- und „Krampus“-Umzüge, liebevoll dekorierte Weihnachtskrippen und Weihnachtsbräuche lassen uns sofort an diese Zeit denken. In urigen Hütten die österreichische Gemütlichkeit spüren und dabei von Land und Leut‘ das Typische der Region kennenlernen, ist genauso spannend, wie die unterschiedlichen und seltenen Bräuche der Regionen kennen zu lernen. Das „Roateln“ in Kärnten, der „Glöcklerlauf“ in Oberösterreich und die Tradition des Funkenfeuers in Vorarlberg sind nur einige Beispiele alter Bräuche aus längst vergessenen Zeiten.

Die wichtigsten Bräuche kurz zusammengefasst:

Fasching
Der Ursprung des Brauchtums der Fasnacht hat einen religiösen Hintergrund und wird immer in der Nacht vor Beginn der Fastenzeit gefeiert. Früher wurde zu dieser Zeit viel gebetet, heutzutage jedoch finden große Umzüge und Feste statt.

Die Faschingszeit wird in den Regionen Österreichs unterschiedlich gefeiert, doch eines haben sie alle gemeinsam: sie sind bunt, lustig und verrückt. Kreative und humorvolle Kostüme werden an den Veranstaltungen getragen und das nicht nur von Kindern.

Zwei Bräuche in der Faschingszeit wurden sogar zum UNESCO Weltkulturerbe gekürt. Zum einen gehört hierzu das Schleicherlaufen, welches seit 1890 in Tirol stattfindet. Bis zu acht Kilogramm wiegende Schleicherhüte werden bei diesem besonderen Brauch von den Männern auf dem Kopf getragen. Der Zweite dieser Bräuche wird in Salzburg am Ebensee zelebriert. Dieser Brauch nennt sich Fetzenfasching. Hierbei verkleiden sich die Teilnehmenden mit alten Frauengewänder, an die Lumpen genäht sind, einem sogenannten Fetzenhut und einer Holzmaske.

Einer der größten und bekanntesten Umzüge zu Fasching findet in Villach statt. Der traditionelle Umzug mit festlich geschmückten Wägen wird sogar im landesweiten Fernsehen übertragen.

   
 

Ostern
Neben den allbekannten traditionellen Bräuchen, wie Ostereier färben und die vom Osterhasen versteckten Osternester zu suchen, gibt es in Österreich noch ganz besondere Bräuche. Diese sind wieder von Region zu Region unterschiedlich.

Meist in den ländlichen Gegenden Österreichs noch ausgeführt, wird das sogenannte Osterratschen. Von Gründonnerstag bis Karsamstag verstummen die Kirchenglocken, um an den Höhepunkt des katholischen Jahres zu erinnern: das letzte Abendmahl, die Kreuzigung Christi und die Grabesruhe. Während die Glocken – wie es im Volksmund heißt – „nach Rom fliegen“, übernehmen die Ratschen ihre Funktion. Unter Ratschen versteht man ein hölzernes Klapperinstrument, mit welchen Kinder in dieser Zeit durch die Dörfer ziehen und dabei verschiedene Sprüche aufsagen. Als Belohnung erhalten die Kinder Süßigkeiten, Ostereier oder Münzen. Dieser Brauch ist so besonders, dass er von UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.

   

Ein eher kurioser Brauch findet im Salzkammergut statt: das „Oarradeln“, zu deutsch übersetzt „Eierradeln“. Hierbei ist es Tradition, dass alle Gegenstände die Räder haben und frei herumstehen, am Ostersonntag verschleppt werden. Sei es ein Fahrrad, das man auf dem Dach wiederfindet oder ein Dreirad an einer Straßenlaterne. Wer hier am Ostermontag spazieren geht, hat sicher einiges zu lachen.

Eine besondere Handwerkskunst zu Ostern kann man in Stinatz im südlichen Burgenland bewundern. Sorgsam werden hier wunderschöne Muster in die bunten Ostereier graviert. Dafür wird eine spezielle Farbe benutzt, welche das Ei widerstandsfähiger macht.

In ganz Österreich laden Ostermärkte zusätzlich mit österlichen Köstlichkeiten und Handwerkskunst ein, die Osterzeit zu genießen.
 

1. Mai
Nach Beendigung des zweiten Weltkriegs wurde der 1.Mai zum Staatsfeiertag erklärt. Das ist der Tag im Jahr, wo das Arbeiten zur Nebensache wird und die Gemeinschaft in den Mittelpunkt rückt.

In Österreich ist es üblich am Vortag zum 1.Mai einen Maibaum zu errichten. Hierbei sind das Maibaumkraxeln, das Stehlen des Maibaums oder die Maiumzüge der Blaskapellen immer noch lebendige Bräuche, die sorgsam gepflegt werden.

Für das Maibaumstehlen gibt es klar definierte Regeln, welche sehr ernst genommen werden. Diese Maibaum-Bräuche & Regeln sorgen vor allem zwischen benachbarten Dörfern und Stadtteilen für großes Aufsehen und werden besonders zelebriert.


   

Sonnwendfeuer
Der längste Tag im Jahr wird in Österreich mit dem Sonnwendfeuer gefeiert. Hierbei werden teilweise bis zu zehn Meter hohe Feuer entfacht.

Als besonders spektakulär gelten die Bergfeuer in der Zugspitz Arena, wo mit den Sonnwend-Feuern verschiedene Motive dargestellt werden. Diese reichen von Symbolen für Glaube und Mythologie bis hin zu aktuellen Themen. Dass es wirklich sehenswert ist, bestätigt UNESCO mit der Auszeichnung zum immateriellen Weltkulturerbe.


 

Almabtrieb
Ein besonderer Brauch im Westen Österreichs ist der Almabtrieb. Im Herbst, wenn der Almsommer zu Ende ist, treibt der Bauer seine Kühe mit traditionellem Kopfschmuck hinunter ins Tal. Dieser bunte Kopfschmuck steht als Zeichen der Dankbarkeit für eine unfallfreie Zeit auf der Alm. Ist die Zeit nicht unfallfrei vergangen, werden die Kühe in schwarz geschmückt oder es wird komplett auf den Schmuck verzichtet. Ein solcher Fall wäre zum Beispiel der Tod eines Familienmitglieds des Bauern.

Neben den schön geschmückten Kühen kann man sich im Dorf auf köstliche regionale Schmankerl und eine ausgelassene Stimmung freuen.

   
 

Nikolaus, Krampus und Perchtenlauf
Am 6. Dezember ist ein Freudentag für die Kinder, denn hier kommt der Nikolaus zu Besuch. Der ältere Mann mit langem weißen Bart, rotem Bischofgewand, goldroter Bischofsmütze und einem Bischofsstab teilt Geschenke an die Kinder aus – aber nur wenn sie das ganze Jahr über brav waren. Sonst kommt sein dunkler Begleiter zum Vorschein. Eine Gestalt mit zotteligem Fell, schweren Glocken und angsteinflößender Fratze – der Krampus. Mit einem Rutenschlag werden die nicht folgsamen Kinder bestraft und müssen versprechen das nächste Jahr braver zu sein. Der Brauch des Nikolaus geht zurück auf den Heiligen Nikolaus von Myra, einem Bischof, welcher viele gute Taten für Kinder vollbrachte.

Ein anderer unverwechselbarer Brauch sind die Perchtenläufe. Diese finden den ganzen Dezember über statt. Ein Percht ist dem Krampus recht ähnlich, doch steckt eine andere Geschichte dahinter. Perchten treiben halb tanzend mit lautem schellen ihrer Glocken und wildem Geschrei die bösen Geister des Winters aus. Für die Zuseher ist so ein Perchtenlauf wirklich ein unvergessliches Erlebnis.

Eine ganz besondere Perchtengruppe sind die Gasteiner Perchten. Das erkannte auch UNESCO und stellte sie 2011 auf die Liste der immateriellen Kulturerben.
 

Weihnachten
In der vorweihnachtlichen Zeit laden in Österreich zahlreiche Christkindlmärkte zum Besuch ein. Regionale Schmankerl, traditionsreiches Kunsthandwerk und noch vieles mehr gibt es hier zu sehen.

In einigen Regionen kann man den Brauch des „Anklöpfelns“ miterleben. Dabei kommen kleine Gruppen von Männern als Josef, Maria, Hirten und Wirt verkleidet von Haus zu Haus und spielen die Geschichte der Herbergssuche nach. Nach der Vorführung werden die „Anklöpfler“ vom Hausbesitzer verköstigt. Mit diesem Brauchtum des „Anklopfens“ sollen böse Naturgeister verjagt werden.

In den traditionellen Familien Österreichs wird zur Weihnachtszeit auch eine Krippe aufgestellt. Die Krippen werden meist mit viel handwerklichem Geschick selbst hergestellt und oft von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Bescherung findet in Österreich nicht am 25. sondern am 24. Dezember statt. Außerdem kommt hierzulande nicht der Weihnachtsmann, sondern das Christkind zu Besuch. Das Christkind wird meist als Kind mit blonden Locken, Flügeln und Heiligenschein dargestellt. Damit das Christkind am Heilig Abend die Geschenke bringen kann, wird kurz vor der Bescherung bei vielen Haushalten das Fenster geöffnet. Großteils, vor allem wenn die Kinder noch klein sind, wird der Raum in dem die Bescherung stattfinden wird abgeschlossen und erst dann, wenn ein Glöckchenklingeln ertönt, dürfen sie den Raum betreten.

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